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nomen est omen

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»›Rede nicht darüber – tu es!‹… Wenn die diskutierte Sache es Wert ist, ausgeführt zu werden, dann wird das zur rechten Zeit geschehen. Aber das Reden ist das beste daran, die Begeisterung, Pläne zu schmieden und sich Projekte auszudenken. Das Reden, die Phase, bevor die Realität zuschlägt, vor der Erkenntnis, dass mit der Realisierung ziemlich viel Arbeit verbunden ist, wenn die Möglichkeiten endlos sind und unsere Zukunftsträume noch nicht von praktischen Forderungen eingeengt werden; das ist der Moment, in dem wir uns wirklich frei fühlen können.«

Diesen Text habe ich in Tom Hodgkinsons »Anleitung zum Müßiggang« entdeckt. Seitdem hat mich der Gedanke beschäftigt, mehr darauf zu vertrauen, dass etwas, was ich für wertvoll halte, auch irgendwann »zur rechten Zeit« von mir umgesetzt wird. Da manches in meinem Leben nach dem alten Sprichwort »Was du heute kannst besorgen, das verschiebe gerne auf morgen« läuft, sind einige Projekte von mir ausgedacht und ausgesprochen worden, die noch in der Warteschleife auf die Umsetzung warten. Dieser Gedanke befreit mich ein wenig von dem Druck und schlechtem Gewissen und lässt mich immer weiter fröhlich neue Projekte ausdenken. Wahrscheinlich werden nicht alle umgesetzt, einige Ideen werden der natürlichen Auslese durch Zeitknappheit und Prokrastination zum Opfer fallen. Aber es ist bestimmt gut so.

Procrastination | Johnny Kelly

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